Kreditvergabe in Deutschland

Um Kredite in Deutschland zu erhalten, muss man sich an eine Bank oder Sparkasse wenden. Die Anforderungen an Schuldner sind heute sehr hoch. So erstellt jede Bank ein internes Rating von dem jeweiligen Kunden, um seine Kreditwürdigkeit und die Fähigkeit, mit der er die vergebenen Kredite zurückzahlen kann, einzuschätzen. Hierfür werden zuerst die Einnahmen und Ausgaben der Kunden aufgerechnet.

Zu den Einnahmen zählen hier in erster Linie das Gehalt, aber auch Kindergeld, Unterhalt und Rentenansprüche. Die Ausgaben umfassen alle bereits bestehenden Kreditverpflichtungen ebenso wie Lebenshaltungskosten, Kosten für Versicherungen und Mietzahlungen. Allerdings werden nicht immer die tatsächlichen Kosten der Kunden berücksichtigt, sondern im Bezug der Lebenshaltungskosten nutzt jede Bank eine eigens errechnete Pauschale. Die Höhe dieser Pauschale beträgt bei einem Single ca. 650 Euro, für jede weitere im Haushalt lebende Person EUR 200,00. Gerade Menschen mit geringem Einkommen haben nach dieser Rechnung kaum eine Möglichkeit, Kredite zu erhalten, da die ermittelte Bonität der Kunden lediglich auf Zahlen basiert. Erzielt der Kunde aus der oben genannten Einnahmen-Ausgaben-Rechnung einen Überschuss, so kann die Kreditvergabe jedoch trotzdem abgelehnt werden. Denn viele Banken sind heute angehörige der Schufa, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung.

Die Schufa speichert die Daten der angehörenden Institute. Die Schufa erfasst sowohl, ob Girokonten bestehen, ob Kreditkarten an den Kunden ausgegeben wurden und welche Kredite in welcher Höhe über welche Laufzeit bestehen. So können die Mitarbeiter der Bank sofort erkennen, ob die Kunden ihre bestehenden Kreditverpflichtungen ordnungsgemäß erfüllen oder ob Leistungsstörungen aufgetreten sind. Das heißt ob die Rückzahlung der Kredite nicht mehr erfolgen kann. Wurde der Schufa ein Abwicklungsfall gemeldet oder hat der Kunde gar die Eidesstattliche Versicherung abgegeben, können keine Kredite mehr vergeben werden.

In der Schufa werden auch Insolvenzen gespeichert. Werden Negativmerkmale in der Schufa erkannt, wird die Kreditvergabe abgelehnt. Solche Negativmerkmale werden nach deren Erledigung noch drei Jahre von der Schufa gespeichert. Während dieses Zeitraumes ist nicht nur die Vergabe von Krediten ausgeschlossen, sondern der Kunde kann auch keine Kreditkarten erhalten und sogar Handyverträge werden nicht mehr abgeschlossen. Kunden, die eine negative Schufa aufweisen, haben aber bei einigen ausländischen Banken die Möglichkeit, Kredite oder Kreditkarten zu erhalten.

Eine Antwort zu “Kreditvergabe in Deutschland”

  1. krediteo sagt:

    Wird dann auch “Schweizer Kredit” genannt, da die meisten Kredite eben aus der Schweiz vergeben werden. Dort wird nicht auf die Schufa zurückgegriffen sondern der Fall einzeln bearbeitet und geprüft.

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